Du bist hier:
Sonntag, den 08. Januar 2012

Mietspiegel nur "Die halbe Miete"?

Nach Veröffentlichung des aktuellen Mietspiegels für die Stadt Schwerin hat der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen in Schwerin gefordert, die Energieeffiezienz zu berücksichtigen.

Der Mietspiegel enthalte explizit die Aussage: "Für den Mietspiegel wurde die Nettokaltmiete (ohne Betriebs- und Heizkosten) zugrunde gelegt. Es hat sich für diesen Mietspiegel noch kein Einfluss der Energieeffizienz von Gebäuden auf den Mietpreis gezeigt."

Der Mietspiegel habe in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen und sei für Mieterinnen und Mieter eine wichtige Orientierung für die Entscheidung für oder gegen eine Wohnung. Der jetzt herausgegebene Mietspiegel sei aber "nur die halbe Miete", so Frank Fiedler, Vorsitzender des bündnisgrünen Kreisverbandes in Schwerin. "Wir können doch nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Schlecht sanierte Wohnungen werden trotz der resultierenden deutlich höheren Nebenkosten für Heizung gegenüber energetisch sanierten Wohnungen die eine höhere Grundmiete bevorteilt. Für einen Mieter kommt es doch nicht nur auf die Kaltmiete an. Die Höhe von Heiz- bzw. die Nebenkosten und damit die für den Mieter entscheidende Warmmiete werden maßgeblich dadurch bestimmt, welchen Energiestandard eine Wohnung erfüllt"

Die Grundmiete von ernergetisch schlecht beschaffenen Immobilien sollte aufgrund der höheren Nebenkosten deutlich unterhalb der Kaltmiete von energisch sanierten Gebäuden liegen. Bündnis 90/Die Grünen fordern daher eine Überarbeitung des Mietspiegels unter Berücksichtigung der Energieeffizienz, damit eine wirkliche Vergleichbarkeit sichergestellt werden könne.