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Dienstag, den 03. Januar 2012

Göhrener Tannen: Windpark statt Autorennstrecke

Schwerin. Bündnis 90/Die Grünen schlagen die Errichtung eines Windenergieparks im Industriepark Göhrener Tannen vor.

Schwerin. Bündnis 90/Die Grünen schlagen die Errichtung eines Windenergieparks im Industriepark Göhrener Tannen vor. Dies teilte der Vorsitzende des Kreisverbandes von Bündnis 90/Die Grünen in Schwerin, Frank Fiedler, mit. Damit sprechen sich die Bündnisgrünen deutlich gegen die Pläne des Baudezernenten Friedersdorff aus, in den Göhrener Tannen eine Autorennstrecke zu errichten. „Wir lehnen die Pläne für eine Rennstrecke entschieden ab. Wenn es der Wirtschaftsförderung der Stadt nicht gelingt, produzierendes Gewerbe anzusiedeln, sollte das Gelände sinnvoll zum Wohle der Stadt genutzt werden.“

Die Bündnisgrünen schlagen eine Teilnutzung des Gebietes für die Nutzung von Windenergie vor. Hier könnte die Stadt Pachteinahmen pro Windkraftanlage in Höhe von 40-50.000,- € pro Jahr erzielen. Auf dem Areal könnten nach Angaben von Bündnis 90/Die Grünen vier bis fünf Windkraftanlagen ohne großen Flächenverbrauch errichtet werden. „In der Summe würden der Stadt 250.000 € Pachteinnahmen pro Jahr bei der Nutzung als Rennstrecke entgehen; sieht so solide Finanzpolitik aus?“, kommentiert Fiedler die Pläne der Stadt. Fiedler teilte mit, dass Bündnis 90/ Die Grünen in der Stadtvertretung beantragen, die Errichtung eines Windparks zu ermöglichen.

Friedersdorff habe noch vor kurzem darauf hingewiesen, dass der Klimaschutz  für die Entwicklung der Landeshauptstadt einen hohen Stellenwert habe. In dem Zusammenhang habe er gefordert: „Wir dürfen aber nicht nur davon reden, sondern müssen auch handeln, und zwar jetzt". Bündnis 90/Die Grünen wollen Friedersdorff jetzt beim Wort nehmen: „Statt weitere Steuergelder und Fördermittel zu verschwenden, sollte auf  zukunftsweisende Projekte gesetzt werden, die zudem die Einnahmesituation der Stadt verbessern- das ist in Anbetracht der desolaten Haushaltslage dringend geboten. Die Pläne zur Rennstrecke sind ökologischer und ökonomischer Unsinn“, so Fiedler.